Immer weiter bis ganz nach oben

wandern

Ich atme tief ein. Und aus. Und ein. Genieße diese frische Luft, die so anders ist, als die trockene Hitze in Sardinien letzte Woche. Diese Luft ist feucht und klar und riecht nach Wald. Ich schließe die Augen und höre dem Plätschern des Baches und dem gleichmäßigem Läuten der Kuhglocken zu. So friedlich. Ich wäre wirklich gerne eins dieser Sommerkinder, die bei Sonnenstrahlen in bunte Bikinis schlüpfen, durch die Gegend hüpfen und stundenlang sonnenbaden. Aber das bin ich nicht. Ich bin viel mehr das hier. Morgennebel über unbeschreiblich grünen Wiesen, eiskalte Bergbäche mit klarem Wasser und ein paar Regentropfen, die sich in den Bäumen fangen.

Ich liebe die Berge. Nirgendwo sonst fühlt man sich so unbedeutend und klein, aber auf eine positive Art. Hier zählt nichts mehr als der nächste Schritt. Einen Fuß vor den anderen. Immer weiter nach oben bis die Beine sich beklagen und der Atem schneller geht. Meter für Meter Richtung Gipfel. Dann dreht man sich um und für diesen kurzen Moment reißen die Wolken auf und geben den Blick frei auf ein Stückchen Unendlichkeit. Ich atme ein.

Alm
Svenja
Bergregen

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