Wenn wir nicht träumen dürfen, wofür leben wir dann?

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Ein Aufruf zum leben

Vor einigen Tagen haben die überall kursierenden Artikel und Kommentare über ein Poetry-Slam-Video mich dann doch neugierig gemacht. Also gab ich auf es zu ignorieren und spielte es ab. Nach den ersten Sekunden wollte ich wieder weg klicken, da es nicht besonders spannend war, doch dann begann die Studentin ihre Geschichte zu erzählen… ab dem Moment hing ich an ihren Lippen und sog jedes Wort auf.

“Ich würde gern so vieles tun,meine Liste ist so lang, aber ich werd eh nie alles schaffen, also fang ich gar nicht an.”

“… und wer immer wir auch waren, lass mal werden wer wir sein wollen.”

“… denn das Leben, das wir führen wollen, das können wir selber wählen, also lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen.”

Es ist nicht zu bestreiten, dass Julia Engelmann damit einen wunden Punkt getroffen hat, der dafür sorgt, dass dieses Video mit über 4 Millionen Klicks im Internet einschlägt. Zu vielen großen Artikeln gesellen sich allerdings auch zynische Verrisse, wie von der Zeit. Unsere Gesellschaft scheint sich in 2 Teile zu teilen und es ist verwunderlich, wie sich professionelle Journalisten von einer jungen Studentin, die vom Träumen spricht, so herausgefordert fühlen können.

Sind wir die Generation Konjunktiv?

Ich bin genauso alt, wie das Mädchen im Video und habe mich von ihrem Text so persönlich angesprochen gefühlt, wie selten. Denn sind es nicht genau diese Dinge, die unsere Generation heute beschäftigen? Wir hängen den ganzen Tag vor Instagram, Tumblr oder Pinterest und nennen es Inspiration die scheinbar perfekten Körper, Gerichte und Leben der Anderen zu betrachten. Dabei bewegen wir uns immer mehr in unsere kleine virtuelle Traumwelt, die uns weit weg von Einsamkeit und Selbstzweifel bringt.
Unsere Leben orientieren sich an einer strengen Linie: Schule, Studium, Arbeit, Heirat und Kinder. Doch die Zeiten haben sich geändert und wir haben heute so viel mehr Möglichkeiten unser Leben zu gestalten. Das Problem ist die Angst von den bekannten und oft erprobten Wegen abzugehen und seinen eigenen zu finden. Wir träumen von Freiheit & Leichtsinn und bleiben trotzdem lieber zu Hause.

“Mut ist auch nur ein Anagramm von Glück”

Auch ich bin kein gutes Vorbild und lasse mich oft von Zweifeln aufhalten, doch dieses Video hat mich sehr beschäftigt und ich hoffe dass meine Vorsätze nicht wieder nur Wörter auf dem Papier bleiben.

Mit “time to wander” möchte ich die Chance ergreifen euch zu inspirieren nicht nur zu träumen, sondern loszulaufen, denn uns liegt die Welt zu Füßen, wenn wir uns trauen.

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  1. “Das Problem ist die Angst von den bekannten und oft erprobten Wegen abzugehen und seinen eigenen zu finden. Wir träumen von Freiheit & Leichtsinn und bleiben trotzdem lieber zu Hause.”
    <3

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