Wie La Gomera mich willkommen hieß

La Gomera

Ich habe versucht meine Sorgen in Berlin zu lassen. Einfach ohne sie in den Zug zu steigen. Den letzten Rest wollte ich dann über dem Atlantik ins Meer werfen, sodass sie ganz tief sinken und nie wieder auftauchen…

Morgens um 6 lag ich mit aufgerissenen Augen im Bett. Es hatte nicht geklappt. Ich konnte sie nicht abschütteln. Da keine Hoffnung mehr auf Schlaf bestand zog ich mir etwas über und schlich auf die Terrasse. Den Abend zuvor waren wir nach der langen Reise über Hamburg und Teneriffa endlich an unserem Ziel angekommen. Ich wusste nur sehr wenig über diese kleine Insel und war enttäuscht in der Dunkelheit nur einige Berge erkennen zu können. Leider hatte sich an der Dunkelheit auch morgens nicht viel geändert, also blieb mir nichts anderes übrig, als geduldig auf die ersten Sonnenstrahlen zu warten.

Langsam schien auch das Dorf, das sich über das Tal unter mir erstreckte zu erwachen. Lichter wurden angemacht, Autos schlängelten sich den Berg hinauf und der Horizont änderte langsam seine Farbe. Die romantische Stimmung wurde allerdings von schrillen Hahnenschreien zerstört, die durch das gesamte Tal echoten. Kaum merklich hob sich langsam Teneriffa vom grau des Meeres ab und die ersten Lichtstrahlen kämpften sich durch die Wolken. Da saß ich nun im Morgengrauen, begleitet von Hähnen und dem klappern von Geschirr und konnte nicht anders als zu lächeln.

Danke Hermigua für diese Begrüßung.


La Gomera

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